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Eine gemeinsame Initiative des Landes Salzburg mit der Salzburger Ärztekammer, den Salzburger Landeskliniken, dem Kardinal Schwarzenberg Klinikum, der Industriellenvereinigung Salzburg und der WKS Fachgruppe Garagen-, Tankstellen- und Serviceunternehmungen/Landesgremium Energiehandel.

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Echte Helden kennen ihre Rechte

Echte Helden kennen ihre Rechte

Ein Recht auf Vorsorge.

Gesundheit ist unter Männern oft ein wenig besprochenes Thema. Da nur rund jeder Zehnte das Angebot auf die kostenlose Vorsorgeuntersuchung wahrnimmt, besteht Handlungsbedarf. Vorsorge ist besser als heilen, daher ist es Dr. Peter Kowatsch, Vorsorgereferent der Ärztekammer Salzburg, ein besonderes Anliegen, ein Bewusstsein für das Recht auf regelmäßige Gesundheitsscreenings zu schaffen.

Erster Ansprechpartner ist der Hausarzt, und auch Internisten bzw. Lungenfachärzte mit entsprechendem Kassenvertrag bieten die kostenlosen Vorsorgeuntersuchungen an.

Wer den eigenen Körper als Maschine betrachtet, die immer funktionieren muss, sollte ihn regelmäßigen Checkups unterziehen. Die Annahme, dass dies ein nerven- und zeitaufwändiger Prozess sei, stellt bei vielen eine Hürde auf dem Weg zu nachhaltiger Vorsorge dar. Zudem ist oftmals nicht klar, dass die Durchführung von Vorsorgeuntersuchungen (unter anderem gegen Krebs- und Herz-Kreislauferkrankungen) jedem kostenlos zusteht.

Einen Grund für den Aufholbedarf in der Gesundheitsprävention bei Männern sieht Kowatsch in der großen alltäglichen Auslastung: „Männer lassen sich während des Berufslebens sehr einspannen. Man nimmt sich nicht die Zeit für einen Arztbesuch, solange nichts weh tut.“

Ein Paradoxon: Der große Leistungswille auf der einen Seite führt also dazu, sich selbst – und damit wiederum seine Leistungsfähigkeit – zu vernachlässigen.


Erst zum Arzt, wenn es weh tut.

Eine vielleicht so manchem bekannte Verhaltensweise. Kowatsch möchte ein Bewusstsein für die Wichtigkeit und das Recht auf regelmäßige Vorsorge schaffen: „Männer sterben noch immer früher als Frauen – damit haben sie sich vielleicht abgefunden. Aber ist es denn den österreichischen Männern recht, dass sie weniger gesunde Lebensjahre, so genannte ‚Healthy Life Years’ als Frauen haben und auch im europäischen Schnitt im unteren Bereich liegen? Wir finden, dass hier etwas getan werden muss.“

 

Klare Kommunikation und dazugehörige Angebote.

Im Vorgespräch der Untersuchung werden Belastungen und Risikofaktoren im Einzelnen erhoben, der Mensch wird ganzheitlich betrachtet und neben den klassischen Bestandteilen (Blutdruckmessung, Blutabnahme, Harntest) wird auch die seelische Gesundheit berücksichtigt.
Um Männer aus der Ecke der Vorsorgemuffel zu holen, sei es wichtig, den Männern, das Thema immer wieder in Erinnerung zu rufen, meint Kowatsch: „Vor allem bei jenen, die körperlich hart arbeiten oder bei Männern, die einen Job haben, wo sie vor lauter Arbeit auf das eigene Körperbewusstsein vergessen.“