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Eine gemeinsame Initiative des Landes Salzburg mit der Salzburger Ärztekammer, den Salzburger Landeskliniken, dem Kardinal Schwarzenberg Klinikum, der Industriellenvereinigung Salzburg und der WKS Fachgruppe Garagen-, Tankstellen- und Serviceunternehmungen/Landesgremium Energiehandel.

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Projektpartner

PROJEKTPARTNER

Prim. Univ.-Prof. Dr. Peter Andreas Valentin, MBA; Ärztlicher Direktor und Leiter Abteilung Innere Medizin, Kardinal Schwarzenberg Klinikum

Es gibt Erkrankungen, die nur Männer betreffen, aber auch Männer, die glauben selbst nie von Erkrankungen betroffen zu sein. Diese scheinbare Unverwundbarkeit entspricht leider nicht der Realität. Dazu kommt, dass viele Männer ihre Gesundheit durch ihr eigenes Verhalten massiv gefährden. Neben den bekannten Risikofaktoren wie Rauchen, Alkohol, Bewegungsmangel und Fehlernährung trägt das fehlende Bewusstsein über Warnzeichen des Körpers und vorbeugende Maßnahmen viel dazu bei. 60 Prozent der Intensivpatienten in Österreich sind Männer und das ist wahrscheinlich kein Zufall.

Mit der Aktion „Helden.Check“ geht es nicht um Panikmache sondern um Bewusstseinsbildung. Das rechtzeitige Erkennen von Warnzeichen und die aktive Vorsorge sind ein zentrales Ziel der Bemühung um die Gesundheit von Männern. Diese Zielsetzung betrifft alle Ebenen des Gesundheitswesens und wird daher vom Kardinal Schwarzenberg Klinikum in Schwarzach mit den entsprechenden Fachbereichen unterstützt.

Dr. Peter Kowatsch
Vorsorgereferent der Ärztekammer Salzburg

Viele Männer sehen wir leider nur, wenn sie bereits Beschwerden haben oder in Notfällen. Viele der Probleme ließen sich aber vermeiden, wenn rechtzeitig eine Vorsorgeuntersuchung gemacht worden wäre.

Mit der Aktion „Helden.Check“ machen wir erneut auf das wichtige Thema Vorsorge für Männer aufmerksam. Mit den „Helden.Checks“ gehen wir auch ganz praktisch in die Betriebe und ermöglichen so den ersten Schritt in eine sinnvolle Gesundheitsvorsorge. Bei konkreten Anzeichen leiten wir die Personen an die niedergelassenen Hausärzte für weiter-weiterführende Untersuchungen und medizinische Beratung weiter.

Prim. Uni-Prof. Dr. Lukas Lusardi
Vorstand Universitätsklinik für Urologie & Andrologie der SALK

Alle Männer ab 45 Jahren, sowie all jene, die einen Wunsch nach Früherkennung haben, sollen nach Meinung führender Experten über die Möglichkeiten der PSA-gestützten Früherkennung des Prostatakarzinoms informiert werden. Hierbei sollen sie ausführlich über mögliche Vor- und Nachteile des Tests aufgeklärt werden. Auch die Möglichkeit einer Fehldiagnose, im Sinne eines falsch positiven Ergebnisses, und die damit verbundene Überbehandlung dürfen hier nicht ausgespart werden.

Trotzdem empfehlen wir jedem Mann ab dem 45. Lebensjahr einen Urologen aufzusuchen. Dabei geht es aber nicht nur um die Früherkennung des Prostatakarzinoms alleine. Auch andere bösartige Erkrankungen wie zum Beispiel ein Nierentumor können im Rahmen der routinemäßigen Ultraschalluntersuchung schneller erkannt und somit besser behandelt werden.

Dr. Christian Stöckl
Gesundheits- und Spitalsreferent Landeshauptmann-Stv.

Ein Ziel meiner Gesundheitspolitik ist es, die Gesundheit und Lebensqualität der Menschen möglichst lange zu erhalten. Von der Reparaturmedizin hin zu einem echten Gesundheitssystem.

In Salzburg haben wir mit der Umsetzung dieses notwendigen Paradigmenwechsels bereits begonnen und lenken den Fokus verstärkt auf die Vorsorge. Der erste Schritt auf dem Weg zu einem bewussteren Umgang mit der eigenen Gesundheit sind Information und Bewusstseinsbildung. Einen Beitrag dazu leistet dieses Projekt, mit dem wir uns ganz gezielt an die Männer wenden.

Die Statistiken zeigen uns, dass zu viele Männer zu unbedacht mit ihrer eigenen Gesundheit umgehen. Das klassische Männerbild akzeptiert Stress und intensive zeitliche Belastung in der Arbeit, zusätzlichen Leistungsdruck in der Freizeit und die zusätzliche Rolle als perfekter Familienvater immer noch als Normalität. Dazu kommen oft eine unausgewogene Ernährung und Bewegungsmangel.

Die Auswirkungen spürt man mittlerweile nicht mehr erst im Alter: Herzinfarkte, Schlaganfälle und Burnout betreffen immer mehr jüngere Männer an der Spitze ihrer Leistungsfähigkeit.

Deshalb ist es notwendig, bei Bewusstseinsbildung und Prävention anzusetzen und den Männern Möglichkeiten aufzuzeigen, was und wie sie noch mehr für ihre eigene Gesundheit tun können.

Thomas Viehhauser
Wirtschaftskammer Salzburg
Obmann der Fachgruppe Tankstellen

Tankstellen sind zwar keine reinen Männerrefugien mehr, aber aus unternehmerischer und oft auch aus Kundensicht sind sie doch noch ein „männerlastiges“ Umfeld.

Unsere Pächter müssen unternehmerisch viel leisten: neben wachsendem Sortiment im Shop, laufendem Schichtbetrieb usw. ist es vor allem der unternehmerische Druck, dem Man(n) begegnen muss. Da ist Achtsamkeit und Gesundheit ganz wichtig. Uns ist wichtig, dass unsere Pächter und Unternehmer, deren Mitarbeiter, sowie auch unsere Kunden gesund bleiben können. Wir wollen, dass auch in einem Umfeld wie der Tankstelle Gesundheit großgeschrieben wird. Daher fördern wir das Projekt „Helden.Check“.

Dr. Peter Unterkofler
Präsident der Industriellenvereinigung Salzburg

Männergesundheit ist Männersache. Aber auch ein gesellschaftliches und unternehmerisches Thema. Das zeigt die Praxis: Denn viele Männer gehen erst dann zum Arzt, wenn sie Beschwerden haben. Prävention ist besser als der Notfall.

Die Salzburger Industrie nimmt ihre soziale Verantwortung und ganz besonders die Verantwortung gegenüber ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ernst. Zahlreiche Industrieunternehmen haben bereits hochprofessionelle und zum Teil preisgekrönte Gesundheitsprogramme für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Die Initiative Männergesundheit ist einerseits eine gute Ergänzung zu bestehenden Maßnahmen in den Unternehmen und andererseits ein Einstieg in die betriebliche Gesundheitsvorsorge für jene Unternehmen, die noch nicht über eigene Angebote verfügen. Zudem stärken wir mit dieser Initiative das Bewusstsein jener Männer, die ihre persönliche Gesundheitsfürsorge bisher vernachlässigt haben. Als Industriellenvereinigung ist uns die Sensibilisierung für die persönliche Gesundheit und Leistungsfähigkeit wichtig.