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Eine gemeinsame Initiative des Landes Salzburg mit der Salzburger Ärztekammer, den Salzburger Landeskliniken, dem Kardinal Schwarzenberg Klinikum, der Industriellenvereinigung Salzburg und der WKS Fachgruppe Garagen-, Tankstellen- und Serviceunternehmungen/Landesgremium Energiehandel.

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Burnout

WENN DEM SUPERHELD DIE KRAFT AUSGEHT

Nicht nur am Arbeitsplatz gibt der Vorzeigemann stets 120%, auch als Vater und Lebensgefährte ist er immer bemüht, es allen recht zu machen – einschließlich seinem größten Kritiker: ihm selbst.

Der Spagat zwischen Privat- und Berufsleben ist kein einfacher. Kommen dann noch familiäre Probleme oder Stress mit dem Chef hinzu, kann sogar einem Superhelden einmal die Kraft ausgehen.

Andauernde Müdigkeit, Lustlosigkeit oder Gereiztheit: Das sind nur einige der vielen Symptome, die durch eine ständige Mehrfachbelastung auftreten können. Oft hört man in diesem Zusammenhang den Begriff „Burnout-Syndrom“. Aber was heißt es genau, „ausgebrannt“ zu sein? Und ab wann ist man(n) nicht mehr aus- sondern überlastet?

Allgemein beschreibt „Burnout“ einen Zustand der totalen seelischen und körperlichen Erschöpfung. Vergleichbar ist dieser Zustand mit einem Handy ohne Akku, einem Motor ohne Treibstoff oder: Einem Superhelden ohne Power.

Das Burnout-Syndrom ist schon seit einigen Jahren eine Volkskrankheit unserer schnelllebigen Industriewelt. Beinahe jeder vierte Österreicher leidet darunter oder ist zumindest gefährdet – Frauen sind dabei laut Studien etwas häufiger betroffen als Männer. Geschlechterunterschiede gibt es beim Burnout aber vor allem in der Symptomatik. Männer neigen bei Überlastung zu ungesundem Suchtverhalten – zum Beispiel durch zu viel Alkohol oder Nikotin – und handeln vermehrt aggressiv und risikobereit. Frauen hingegen geraten leichter in eine depressive Verstimmung.

Weiblichen Betroffenen fällt es außerdem leichter, sich selber und ihre körperliche Befindlichkeit richtig wahrzunehmen. Das starke Geschlecht tut sich besonders bei typischen „Tabu-Krankheiten“ wie Burnout und Depression nach wie vor schwerer, Hilfe zu suchen und anzunehmen. Dabei ist das schweigende Leiden genau der falsche Weg raus aus der Überlastung.

Als erstes gilt: Achten Sie auf die Signale Ihres Körpers. Anzeichen eines Burnouts können ganz verschieden sein, angefangen bei seelischen Veränderungen wie Gereiztheit bis hin zu körperlichen Beschwerden wie Magenschmerzen, Schlaflosigkeit oder Kopfschmerzen. Danach stellt sich die Frage nach den Ursachen. Hinterfragen Sie: Macht mir meine Arbeit noch Spaß? Wie ist das Verhältnis zu Familie und Freunden? Welche Ansprüche habe ich an mich selber?

Eine allgemeingültige „Burnout-Therapie“ gibt es leider nicht. Je nach Vorgeschichte und Persönlichkeit des Betroffenen können viele verschiedene Wege raus aus der Überlastung führen. Sehr hilfreich können kurze Auszeiten und Ausgleichmöglichkeiten sein. Egal ob Sport, Musik oder Atemübungen. Oder vielleicht hilft es Ihnen, bewusst mehr Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen – finden Sie für sich selber heraus, was Ihnen guttut.

Lernen Sie außerdem, Überforderung wahrzunehmen und erlauben Sie sich öfter mal ein „Nein“ – Ihre Gesundheit wird es Ihnen danken.

Echte Superhelden schauen auf ihre Gesundheit. Hilfe annehmen ist nicht gleich Schwäche zeigen.