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Eine gemeinsame Initiative des Landes Salzburg mit der Salzburger Ärztekammer, den Salzburger Landeskliniken, dem Kardinal Schwarzenberg Klinikum, der Industriellenvereinigung Salzburg und der WKS Fachgruppe Garagen-, Tankstellen- und Serviceunternehmungen/Landesgremium Energiehandel.

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Herz-Kreislauf

AUCH SUPERHELDEN WERDEN KRANK

Herz-Kreislauferkrankungen sind die Todesursache Nummer Eins in den westlichen Industrienationen. Jeder zweite Todesfall geht auf einen Herzinfarkt oder Schlaganfall zurück. Die Koronare Herzkrankheit (KHK) ist eine Durchblutungsstörung des Herzmuskels aufgrund verengter Herzkranzgefäße. Wenn der Herzmuskel nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird, nimmt er Schaden und es entstehen Schmerzen in der Brust (Angina pectoris).

Symptome Herzinfarkt

  • Plötzlich auftretende linksseitige Schmerzen in Brust und Schulter
  • Plötzliche Schmerzen hinter dem Brustbein mit Ausstrahlung in den linken oder rechten Arm, in die Halsregion oder in den Oberbauch
  • Schmerzcharakter: „bleiern-drückend” oder „brennend”, durchdringend und kontinuierlich anhaltend
  • Atemnot, Erstickungsgefühl
  • Begleiterscheinungen wie Schweißausbrüche, Übelkeit und Erbrechen
  • Beklemmungs- oder Vernichtungsgefühl, Angst
  • Plötzliches Auftreten von Herzjagen

Symptome Schlaganfall

  • Sehstörung auf einem oder beiden Augen
  • Schwindel, Gangstörung, Gleichgewichts- oder Koordinationsstörung
  • Taubheitsgefühl
  • Lähmung oder Schwäche im Gesicht, Arm, Bein, oder auch einer ganzen Körperhälfte
  • Verwirrung, Sprach-, Schrift-, oder Verständnisstörung

Erste Schritte der Diagnose der Koronaren Herzkrankheit (KHK) sind eine ausführliche Befragung durch einen Arzt, eine körperliche Untersuchung, Blutdruckmessung sowie ein Elektrokardiogramm (EKG), bei dem die elektrischen Ströme des Herzens gemessen werden. Außerdem gibt es spezielle Herzuntersuchungen, um eine Koronare Herzkrankheit zu diagnostizieren.

Risikofaktoren

  • Übergewicht (hoher BMI sowie ungünstiges Waist-to-Hip-Verhältnis) und Bewegungsmangel
  • Rauchen
  • Fettstoffwechselstörung (LDL)
  • Bluthochdruck (über 135/90 mmHg)
  • Diabetes (4-6fach höheres Herzinfarktrisiko)
  • Hyperurikämie (erhöhter Harnsäuregehalt im Blut; z.B. bei Gicht)
  • Stress und psychische Belastungen
  • erbliche Faktoren (Blutsverwandte sind ebenfalls an KHK erkrankt, oder haben einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erlitten)
  • Alkoholmissbrauch
Tipps

  • aufhören zu rauchen
  • Blutdruck kontrollieren
  • salz- und fettarm essen
  • Alkoholkonsum einschränken
  • bei Diabetes und Fettstoffwechselstörungen an die verordnete Diät halten
  • auf das eigene Gewicht achten; Übergewicht reduzieren
  • regelmäßige Bewegung
  • verordnete Medikamente regelmäßig einnehmen
  • verordnete Notfallmedikamente immer und überall mit dabei haben

Wichtig: Eine gesunde Ernährung verringert das Risiko von Herz-Kreislauferkrankungen. Als besonders günstig hat sich die so genannte mediterrane Kost herausgestellt, die das Risiko für Herz- und Gefäßkrankheiten um mehr als 60 Prozent senkt. Die wichtigsten Merkmale der mediterranen Kost sind die geringe Verwendung tierischer Fette und ihr Ersatz durch Pflanzenöle, häufiger Verzehr von Fisch anstelle von Landtieren sowie viel Obst, Salate und Gemüse.