logo

Eine gemeinsame Initiative des Landes Salzburg mit der Salzburger Ärztekammer, den Salzburger Landeskliniken, dem Kardinal Schwarzenberg Klinikum, der Industriellenvereinigung Salzburg und der WKS Fachgruppe Garagen-, Tankstellen- und Serviceunternehmungen/Landesgremium Energiehandel.

Follow us

Echte Helden halten sich fit: Christian Stöckl im Interview

Christian Stöckl beim Laufen entlang der Salzach.

Echte Helden halten sich fit: Christian Stöckl im Interview

„No sports“: Diese allbekannte, vielzitierte und knappe Antwort wird Winston Churchill gerne in den Mund gelegt, wenn es um die Frage geht, wie er trotz Zigarren- und Whiskeykonsums sein hohes Alter erreicht habe. Belegt wurde dieses Zitat nie und wohl auch Churchill selbst hätte dem entschieden widersprochen, übte er doch einige Sportarten, wie das Reiten, passioniert aus.

Widersprechen würde ebenso Dr. Christian Stöckl, Gesundheits- und Spitalsreferent und Landeshauptmann-Stellvertreter, der im Rahmen der Vorsorgeaktion „Helden.Check“ als Mitinitiator eine Vorbildrolle für einen aktiven und gesunden Lebensstil einnimmt. Im Gespräch verrät der leidenschaftliche Sportler unter anderem wie man den inneren Schweinehund überwindet und betont die Wichtigkeit der Vorsorgeaktion.

Der „Helden.Check“ ist Ihnen ein besonderes Anliegen. Wo sehen Sie die Vorzüge an der Aktion?

Der wohl prägnanteste Vorteil ist, dass der „Helden.Check“ direkt zu den Männern kommt. Sie haben dadurch einen niederschwelligen Zugang zu einem Gesundheitscheck ohne eigenen Aufwand. Auch die Ergebnisse der Untersuchung – sie werden den Teilnehmern per Post zugestellt – sind äußerst unkompliziert.

 

Welchen Stellenwert hat es für Sie, dass diese Initiative ihren Ursprung in Salzburg hat?

Die Salzburger Vorreiterrolle in Sachen Gesundheitsprävention ist natürlich sehr erfreulich. Neben dem „Helden.Check“ gibt es noch andere Maßnahmen im Land Salzburg, beispielsweise die Initiative „Freiwillig rauchfrei“. Aktionen wie diese regen zum Umdenken an.

 

Umdenken ist in der Theorie der erste Schritt zur Verbesserung, aber wie kann man Männer aktiv zu mehr Prävention motivieren?

Indem man alle Möglichkeiten, die zur Verfügung stehen, nutzt. Informieren einerseits und andererseits dem Einzelnen den Zugang zu Sport und gesunder Ernährung so einfach wie möglich zu gestalten. Hierbei ist nicht nur das Gesundheits- und Sportressort des Landes Salzburg aktiv am Zug – auch direkt in den Gemeinden ist vor Ort schon, sprichwörtlich, viel Bewegung drin. Weiters hilft es mediale Aufmerksamkeit zu erregen und im Anschluss daran das persönliche Gespräch mit den Männern suchen – dadurch stärkt man bei Männern das Gesundheitsbewusstsein.

Sie sind dafür bekannt, selbst auch sehr sportlich zu sein. Inwieweit sehen Sie sich als Politiker in einer Vorbildfunktion?

Ich habe hier ein gewisses Privileg, da ich ein Teil des Gesundheitssystems bin und entsprechend eng mit Ärzten und Krankenhäusern zusammenarbeiten darf. Ein Teil jenes Privilegs ist, dass ich dadurch selbst oft die Möglichkeit zu Präventivuntersuchungen bekomme. Beispielsweise konnte ich vor Kurzem eine Hauttypuntersuchung an der SALK machen, aufgrund derer ich direkt zu einer genaueren Untersuchung angehalten wurde.

 

Passend zum Thema Ansporn: Haben Sie Tipps für uns, wie man den inneren Schweinehund besiegen kann?

Persönlich habe ich da Glück, denn ich habe keinen inneren Schweinehund. (lacht)

Wie bei jeder Bildung von Gewohnheiten ist Regelmäßigkeit aber auch hier der Schlüssel: Wenn man sich eine gewisse, durchgehende Zeit lang dazu zwingt, Sport zu machen, verschwindet der Schweinehund von selbst. Wichtig ist es, sich selbst gegenüber keine Ausreden durchgehen zu lassen, sondern sich auf die schönen Seiten des Sportes zu konzentrieren: Naturerlebnisse im Freien, die einem sonst verborgen bleiben, das bereits erwähnte „frei werden“ von Blockaden im Kopf… Das sind die Dinge, die man irgendwann nicht mehr missen möchte, wenn man sich die Sportroutine angeeignet hat.

 

Was können Sie jedem Mann im Hinblick auf Gesundheit raten?

Im Wesentlichen basiert selbstbestimmte Gesundheit auf drei Grundsäulen.

Erstens: Ausgewogene Ernährung. Hier lautet mein Motto „Alles, aber in Maßen“. Sich gesund zu ernähren, ist keine komplizierte Sache – deshalb sollte man dabei die Unkompliziertheit in den Vordergrund stellen.

Die zweite Grundsäule bildet der Sport. Körperliche Fitness verbessert die Lebensqualität insgesamt enorm.

Und drittens ein Faktor, der oft in der Debatte etwas zu kurz kommt: Gesellig sein, viel unter Freude gehen und sein soziales Umfeld wahrnehmen. Der Austausch mit anderen ist enorm wichtig für die psychische Gesundheit. Eine Lebensweise, die sich auf diese drei Grundsäulen stützt, erhöht die Chance, gesund zu altern enorm.

„Geht man zusätzlich noch regelmäßig zur Vorsorge, wird die Wahrscheinlichkeit zu erkranken, entscheidend minimiert.“