Eine gemeinsame Initiative des Landes Salzburg mit der Salzburger Ärztekammer.

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Potenzstörungen? Nicht selten!

Potenzstörungen

Potenzstörungen? Nicht selten!

Seien wir mal ehrlich – welcher Mann kennt es nicht – gelegentliche Erektionsstörungen? Immerhin treffen Potenzstörungen fast jeden Mann einmal. Ursachen dafür können Konflikte in der Partnerschaft, erhebliche Stressbelastungen oder ein ungesunder Lebensstil sein. Kein Grund zur Sorge – vorerst! Denn dauern diese Probleme über mehrere Wochen oder gar Monate an, könnte dies ein Hinweis auf ernstzunehmende Herzerkrankungen sein. In diesem Blogbeitrag lest ihr mehr über die unterschiedlichen Arten von Potenzstörungen und ihren Ursachen. Es sei schon einmal vorweg gesagt: Lasst den Kopf nicht hängen, und auch sonst nichts. 😉

 

Potenzstörungen vs. Impotenz

Der Begriff „Potenzstörungen“ umfasst verschiedene Sexualstörungen des Mannes. Eine Impotenz ist gegeben, wenn die Störungen dauerhaft bestehen. Je nach Art der Beschwerden kann zwischen verschiedene Arten von Potenzstörungen unterschieden werden:

Libidostörungen

  • Sexuelle Lustlosigkeit
  • Abnahme an sexuellen Phantasien und Bedürfnissen
  • Häufig mit situationsbedingten Beziehungsproblemen verbunden

 

Erektionsstörungen

  • Erreichen und Aufrechterhaltung einer Erektion nicht möglich
  • Daher kein befriedigender Geschlechtsverkehr

 

Ejakulationsstörungen

  • Vorzeitige, verspätete oder ausbleibende Samenergüsse
  • Schmerzende Samenergüsse
  • Retrograde Ejakulation (Fehlleitung des Ergusses in die Harnblase)

 

Verminderte Zeugungsfähigkeit

  • Ausbleiben einer Schwangerschaft trotz regelmäßigem ungeschützten Geschlechtsverkehr aufgrund einer Zeugungsunfähigkeit des Mannes

 

Warum treten Beschwerden auf?

Eine erfolgreiche Erektion sowie die Aufrechterhaltung dieser ist von vielen Mitspielern abhängig: Hormone bestimmen das Lustniveau, welches anschließend von Nerven übertragen wird. Ist das Level entsprechend hoch, entspannen sich die Muskelzellen im Glied und die Arterien weiten sich. Wenn einer der Beteiligten jedoch schwächelt, ist eine Potenzstörung die Folge. Gründe dafür, können sowohl körperlicher als auch psychischer Natur sein:

 

Körperliche Gründe

Oftmals treten erektile Dysfunktionen, die auf eine körperliche Ursache zurückzuführen sind, entweder in Zusammenhang mit einer Allgemeinerkrankung oder als Folge von Fehlbildungen sowie Veränderungen im Genitalbereich oder postoperativ auf. Die Krankheiten Diabetes mellitus, Arteriosklerose und Gefäßanomalien sind insgesamt für etwa 45 % aller körperlichen Faktoren verantwortlich. Sollten Herzerkrankungen die Ursache für Potenzstörungen sein, lässt sich dies frühzeitig im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung herausfinden.

 

Psychische Ursachen

Anspannung und Ärger gehen gar nicht: Psychische Erkrankungen – wie ein Burnout – sind häufiger Grund für Libidoverlust. Und auch die Vermischung von körperlichen und seelischen Auslösern ist keine Seltenheit: Angst kann leichte körperliche Probleme so sehr verstärken, dass schlussendlich gar nichts mehr geht.

 

Sagen Sie Potenzstörungen den Kampf an!

Lassen Sie sich nicht von sexuellen Problemen unterkriegen! Ein gelegentlicher Durchhänger ist noch lange kein Weltuntergang. Wird daraus jedoch ein Dauerzustand, ist es ratsam, den Ursachen auf den Grund zu gehen. Lediglich 10 % aller Betroffenen geht zum Arzt. Dabei kann der meist helfen und die Beschwerden in vielen Fällen sogar vollständig heilen. Abschließend also unser Tipp: Lass dein bestes Stück nicht einfach links liegen und geh regelmäßig zur Vorsorge! Es kann deine Lebensqualität deutlich steigern.