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Eine gemeinsame Initiative des Landes Salzburg mit der Salzburger Ärztekammer, den Salzburger Landeskliniken, dem Kardinal Schwarzenberg Klinikum, der Industriellenvereinigung Salzburg und der WKS Fachgruppe Garagen-, Tankstellen- und Serviceunternehmungen/Landesgremium Energiehandel.

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Vorsorgemuffel

DER MANN - ALLTAGSHELD UND VORSORGEMUFFEL

Reifen wechseln, Ölstand checken, Lack aufpolieren: Der Mann liebt sein Auto und deshalb bringt es regelmäßig zum Service. Doch was ist mit der eigenen „Maschine“?

In Sachen Gesundheit kann der österreichische Mann noch viel vom weiblichen Geschlecht lernen. Warum? Die Liste ist lang: Laut IMCL (Institut für Medizinisch Chemische Labordiagnostik Wien) trinken Männer mehr Alkohol, sind risikobereiter, rauchen zu viel, setzen sich zu viel Stress aus, schlafen zu wenig und haben häufig einen zu hohen Blutdruck. Frauen hingegen leben zum einen gesünder und sind außerdem einsichtiger, sprich: Sie scheuen sich nicht, zum Arzt zu gehen. 62% der österreichischen Männer gehen erst dann zum Arzt, wenn sie wirklich krank sind. Vielleicht einer der Gründe, warum Männer im Durchschnitt 6 Jahre früher sterben als Frauen?

Es scheint so, als würde der Mann ganz nach dem Motto „ein Indianer kennt keinen Schmerz“ leben. Sie sprechen selten über Schmerzen und körperliche Probleme, während die eigene Gesundheit unter Frauen gerne diskutiert wird.

Besonders wenn es um Vorsorgeuntersuchungen geht, hinken die Männer den gesundheitsbewussten Frauen weit hinterher. Eine Arztpraxis – für viele Männer wohl eher „die Kammer des Schreckens“ – wird erst dann aufgesucht, wenn es sich nicht mehr vermeiden lässt. Konkreter: Nur 62.389 von 550.000 Salzburgern nutzen jährlich die Gelegenheit, sich beim Arzt durchchecken zu lassen.

Dabei kann vor allem regelmäßige Krebsvorsorge Leben retten. Lungen-, Dickdarm- und Prostatakrebs sind die gefährlichsten Krebserkrankungen für Männer. In Österreich erkranken jährlich rund 20.000 Männer an Krebs, die Hälfte davon enden tödlich. Laut einer Schätzung der Krebshilfe könnten 6.000 von ihnen könnten durch Früherkennung gerettet werden. Bestes Beispiel dafür ist Prostatakrebs: 9 von 10 der noch heilbaren Karzinome können durch einen einfachen Bluttest erkannt werden.